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Kozena & Rattle got married

Posted by Jana Heinig 
Kozena & Rattle got married
November 21, 2008 04:39PM
from "Die Welt" 20. 11. 2008 (Manuel Brug)

..."Was die Mutter lehrt", hat die tschechische Mezzoelfe Magdalena Kozena selbst so nie beigebracht bekommen und sie gibt es auch nicht direkt an ihre zwei Söhne mit Simon Rattle weiter - den sie übrigens vor drei Wochen endlich geheiratet hat..."

Congratulations!!!
Re: Kozena & Rattle got married
October 08, 2009 03:53PM
Almost one year ago Jana posted this information from the newspaper "Die Welt".

Now the Berlin based newspaper "B.Z." printed a short interview with Magdalena talking about her family, her new Vivaldi CD etc. And they made a headline that for the first Magdalena disclosed a secret: She is married with Simon Rattle. Congratulations for the forthcoming wedding anniversary would have been more correct.


Michael


Here is the interview from B.Z. printed 07.10.2009 (online 06.10.2009):

Verheiratet!
Ehefrau verrät Simon Rattles Geheimnis


Mezzo-Star Magdalena Kožená verrät erstmals, dass sie den Philharmoniker-Chef geheiratet hat.

Die Kritiker jubeln: Mezzo-Star Magdalena Kožená (36) hat eine CD mit Vivaldi-Arien herausgebracht, selten gehört, herrlich gesungen. Außerdem arbeitet gerade die Tschechin mit Sir Simon Rattle an der Oper „Der Stern“ von Chabrier. Mit dem Philharmoniker-Chef hat Kožená zwei Söhne (4+1 Jahr), die zu Hause den Takt angeben. Im BZ-Gespräch verrät sie, dass seit einem Jahr mit Rattle auch verheiratet ist.

Frau Kožená, wie bringen Sie Kinder und Karriere unter einen Hut?

Natürlich ist das nicht einfach für einen Künstler mit verrücktem Zigeunerleben. Wir richten das so ein, dass immer einer von uns in Berlin ist.

Nehmen Sie Ihre Kinder zur Arbeit mit?

Ich glaube nicht, dass das gut ist. Klar, für mich heißt das, dass ich weniger singe. Aber das schont die Stimme und man kann man sich auf jedes Projekt gut vorbereiten. Mein älterer Sohn interessiert sich auch mehr für Traktoren. Obwohl er musikalisch ist.

Ist es schwierig mit dem eigenen Partner zu arbeiten?

Ich finde es leichter mit meinem Ehemann zu arbeiten als mit irgendjemandem sonst! Man muss nicht so viel erklären, es gibt weniger Missverständnisse.

Sie machen nächstes Jahr Emmanuel Chabriers „Der Stern“ an der Staatsoper. Sehr ungewöhnlich, wie sind Sie darauf gekommen?

Ich gebe zu, dass mein Ehemann darauf gekommen ist, der das Stück schon immer machen wollte. Das ist fantastische Musik, aber es wird nicht einfach sein, diesen leichten französischen Stil dem deutschen Publikum nahezubringen. Es ist lustig, sich vorzustellen, dass dieses Stück im gleichen Jahr wie „Wagners“ Götterdämmerung geschrieben wurde, die beiden Werke sind so konträr wie nur möglich.

Sie sprechen von Ihrem Ehemann – bislang war nicht bekannt, dass Sie und Sir Simon Rattle verheiratet sind.

Das verstecke ich gern. Aber ja, wir haben geheiratet. Vor einem Jahr.

Sie haben Kinder, sind Opernsängerin und schlank. Haben Sie einen Trick?

Es war diesmal schwerer als nach dem ersten Kind, ich habe viel Pilates gemacht, um die Muskeln wieder aufzubauen. Das ist wichtig für die Atmung.

Singen Sie anders, seit Sie Mutter sind?

Ich singe nicht komplett anders, aber was man spürt ist, dass man tiefe emotionale Erfahrungen gemacht hat. Der ganze Körper ist Teil der Stimme, alle Gefühle liegen darin.

Natürlich setzt man als Mutter auch andere Prioritäten. Das ist manchmal schwierig aber psychisch gesund. Opernproduktionen können solch eine Blase sein, jeder Beteiligte denkt, wenn ich jetzt versage, ist das das Ende der Welt. Wenn man Kinder hat, weiß man, dass es das nicht ist! Man hat mehr Ruhe in sich, und das ist gut so.

Im Booklet zur Ihrer CD schreiben Sie, Vivaldi sei wie Yoga. Machen Sie das auch?

Seit zwei Jahren. Aber gemeint habe ich das so, dass Vivaldis Musik viel Ruhe einfordert, man bleibt bei einer Sache. So wie man bei Yoga länger in einer Position bleiben muss. Bei Vivaldi hat man manchmal sechs Minuten mit nur einer Melodie!

Ist das schwer zu singen?

Ja, Vivaldi war Violinist und schreibt für die Stimme, als ob sie eine Geige wäre. Manchmal sind da zwei Seiten Koloratur und keine Pause zum Atmen. Das muss man lösen!

Haben Sie die Arien selbst ausgewählt?

Ja, das ist wichtig, wenn man nur einen Komponisten auf einem Album singt, muss man möglichst viele verschiedene Charaktere darstellen. Das hat mich viel Zeit gekostet, Vivaldi hat so viele Opern geschrieben, bei vielen gibt es keine Aufnahmen, nur Mikrofilm-Dias. Bei manchen hatte ich nur Noten. So brauchte ich mehrere Wochen bis ich meine Auswahl getroffen hatte.

Was ist Ihr nächstes Projekt?

Ich habe erst kürzlich eine Aufnahme abgeschlossen, mit noch älterer Musik, Monteverdi, aber auch unbekanntere Komponisten wie Merula, Caccini. Die Musik war damals sehr populär, wie heute die Popmusik. Da gibt es keine festgelegten Orchester-Arrangements, so kann man seine eignen Dinge komponieren, wie beim Jazz. Allerdings wird das Album erst nächstes Jahr heraus kommen.

Haben Sie noch Zeit für sich, für eigene Hobbys?

Nicht so viel, wir verreisen gern ans Meer zum Entspannen, wir lieben Essen und Wein, wir kochen gern, klar auch tschechische Gerichte, wir probieren aber auch gern etwas Neues aus.
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